Stadtverwaltung Billerbeck besichtigt Umspannwerk in Coesfeld

Veröffentlicht am: 23.07.2026
Die Modernisierung der Umspannanlage Coesfeld „Am Sükerhook“ steht kurz vor dem Abschluss. Westnetz schafft dort mit neuer Technik und zusätzlichen Schaltfeldern die Voraussetzungen, um künftig weitere Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Region an das Stromnetz anzuschließen. Gleichzeitig stärkt die Modernisierung die Versorgungssicherheit der Region.

Bürgermeister Marco Lennertz sowie die Fachbereichsleitungen der Stadt Billerbeck machten sich jetzt vor Ort ein Bild von der Umspannanlage und erhielten umfangreiche Informationen von Fachpersonen der Westnetz und Westenergie.

Die Umspannanlage Coesfeld transformiert Strom unter anderem auch aus dem höheren Mittelspannungsbereich auf die niedrigere Mittelspannung. Dieser Strom aus dem vorgelagerten Netz dient der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Coesfelds. Gleichzeitig versorgt die Umspannanlage über eine 30.000-Volt-Leitung das Umspannwerk in Billerbeck.

Bereits im November des letzten Jahres hat die Stadt Billerbeck das Thema Energieinfrastruktur aktiv aufgegriffen. In einem ersten Infrastrukturgespräch kamen Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Hamern, die zuständigen Energieversorger sowie die Wirtschaftsförderung zusammen, um über die zukünftigen Anforderungen an die Energieversorgung zu beraten. In einem weiteren Termin wurde dieser Austausch gemeinsam mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums fortgeführt und vertieft.

Hintergrund ist der zunehmende Transformationsprozess in der Wirtschaft. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Produktionsprozesse weiterzuentwickeln und benötigen hierfür künftig deutlich höhere Energiemengen. Gleichzeitig ist eine leistungsfähige Energieversorgung nicht nur für das Gewerbegebiet Hamern von großer Bedeutung, sondern für die langfristige Entwicklung des gesamten Wirtschafts- und Wohnstandortes Billerbeck.

Die Stadt Billerbeck befindet sich hierzu in einem engen Austausch mit der Westnetz. Im Rahmen dieses Prozesses wurden die notwendigen Schritte eingeleitet, um die Möglichkeiten einer Anbindung an die 110.000-Volt-Hochspannungsebene prüfen zu lassen. Ob und in welcher Form eine solche Anbindung künftig realisiert werden kann, wird im weiteren Verfahren anhand der technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewertet.

Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt Billerbeck mit den Gewerbegebieten Hamern und Friethöfer Kamp als Pilotstandort am Förderprojekt „ReNET-EV – Regionale Netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten“. Im Rahmen des Projekts werden die Energiebedarfe, Potenziale und Infrastrukturen der Gewerbegebiete analysiert, um zukunftsfähige Konzepte für eine kooperative und klimafreundliche Energieversorgung zu entwickeln. Dabei sollen auch regenerative Energien sowie gemeinschaftliche Energiesysteme berücksichtigt werden.

„Eine leistungsfähige Energieversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für die Zukunft unserer Stadt. Unsere Unternehmen befinden sich in einem Transformationsprozess und sind zunehmend auf eine leistungsfähige und sichere Energieversorgung angewiesen. Deshalb haben wir das Thema direkt zu Beginn der Wahlperiode gemeinsam mit den Unternehmen, den Energieversorgern, der Wirtschaftsförderung und Vertretern des Wirtschaftsministeriums aufgegriffen. Die Besichtigung des Umspannwerks in Coesfeld hat uns wertvolle Einblicke in den Netzbetrieb vermittelt. Wir werden den begonnenen Dialog mit allen Beteiligten weiter konstruktiv fortführen und die sich bietenden Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Energieversorgung Billerbecks aktiv begleiten“, so Bürgermeister Marco Lennertz.

 Bilder: Westnetz/Kathrin Wiegers

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