Stadt Billerbeck entwickelt Maßnahmenplan zum Energiesparen

Veröffentlicht am: 08.08.2022
Auch die Stadt Billerbeck bereitet sich auf mögliche Energieengpässe im Herbst vor und hat die unterschiedlichen Möglichkeiten der Einsparung von Gas und von Strom überprüft.

Dem Vorbild anderer Städte folgend verzichtet auch Billerbeck vorerst auf das Anstrahlen der öffentlichen Gebäude. Wenn auch die Einsparung an Strom eher gering ist, soll dies ein äußeres Zeichen dafür sein, dass wir alle noch sparsamer mit Energie umgehen müssen.

Die Maßnahmen im Überblick:

Freibad: Das Freibad wird derzeit ausschließlich über die Solarabsorber-Anlage beheizt, auch das warme Duschwasser.  Zudem tut die Beckenabdeckung ihr übriges. Da die Grundschule im August erstmals eine Projektwoche im Freibad plant, bleibt der Gaskessel für den Bedarfsfall. In  der Öffnungszeit im September, meist wird das Bad bis Mitte des Monats betrieben, bleibt der Gaskessel aus, es muss bei der Beheizung von Wasser und Duschwasser ausschließlich auf die Solarabsorberanlage zurückgegriffen werden.

Lehrschwimmbecken: Nach Rücksprache mit der Grundschule bleibt das Lehrschwimmbecken im ersten Schulhalbjahr außer Betrieb.

Sporthallen: In den Sporthallen wird die Temperatur um ein Grad abgesenkt, tagsüber dann 18 Grad, nachts dann 14 Grad.  Die Duschen bleiben warm, allerdings mit der aus Gründen des Gesundheitsschutzes erforderlichen Mindesttemperatur von 60 Grad.

Alle Duschen werden mit dem Hinweis versehen, sparsam zu duschen, um Energie und  auch Wasser zu sparen.

Schulen: In den Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen werden diese so gesteuert, dass Fenster nicht geöffnet werden müssen. In allen Räumen, die von den Schulen genutzt werden, soll eine Temperatur von 20 Grad erreicht werden. Hinsichtlich des Stromes sind bereits vielerorts Bewegungsmelder eingebaut. Weitere Steuerungstechnik wird überprüft.

Alle Gebäude der Stadt, einschließlich Rathaus: Hier wird so gesteuert, dass tagsüber 20 Grad erreicht werden.  Die 20 Grad ergeben sich in den Schulen und im Rathaus aus der Arbeitsstättenverordnung, die diese Temperatur derzeit vorschreibt.  Nachts werden 15 Grad eingestellt.  15 Grad gelten auch für alle Räume in allen Gebäuden der Stadt einschließlich Schulen, die nur selten genutzt werden.

Kläranlage: Hier wird das Blockheizkraftwerk nicht mehr mit Erdgas und Faulgas, sondern wärmegesteuert nur noch mit Faulgas betrieben. Der fehlende Strom soll mit Photovoltaik und mit einer Kleinwindanlage ausgeglichen werden. Entsprechende Planungen sind bereits fortgeschritten.

Grundsätzlich wird noch weiter überprüft, welche Möglichkeiten der Einsparung es noch gibt.

Die Beleuchtung an den Schulgebäuden wird allerdings derzeit nicht abgeschaltet. Das Licht beugt drohenden Vandalismusschäden vor, deren Behebung bei weitem höhere Kosten und weitere Forderungen der Versicherungen nach sich ziehen würde.

Nicht weiter reduziert werden kann die Straßenbeleuchtung. Sie ist bereits in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr um die Hälfte abgedunkelt. Ein Abschalten geht aus Gründen der Verkehrssicherung nicht. Durch die stetige Umrüstung auf LED konnte trotz Ausweitung der Leuchtenanzahl bereits ein Viertel des Stromes eingespart werden. In jedem Jahr werden weitere 60 bis 70 Leuchten umgerüstet.

Auch wenn manche Bürgerinnen und mancher Bürger den Eindruck haben, städtische Gebäude seien von innen noch hell erleuchtet, obwohl niemand mehr arbeitet, kann das leider nicht abgestellt werden. Es ist die erforderliche Not-Beleuchtung, die allerdings alle auf LED-Basis wenig Strom verbrauchen.