Netzwerk Inklusion macht auf alltägliche Barrieren aufmerksam

Veröffentlicht am: 11.08.2026
Das Netzwerk Inklusion Billerbeck möchte künftig mit einer besonderen Aktion auf Barrieren im Alltag aufmerksam machen. Mitglieder des Netzwerks werden sogenannte Barriere-Hänger an Orten anbringen, an denen Menschen im Alltag auf Hindernisse stoßen.

Mit der Aktion soll sichtbar werden, dass Barrierefreiheit weit mehr bedeutet als Rampen oder Aufzüge. Barrieren können an vielen Stellen entstehen: an zu schmalen Durchgängen, hohen Kanten, schwer zugänglichen Eingängen, fehlenden Orientierungshilfen, unverständlichen Informationen oder Hindernissen auf Gehwegen.

Gerade auf barrierefreien Wegen in Billerbeck kommt es immer wieder vor, dass Fahrräder, Motorräder oder auch Autos abgestellt werden. Auch wenn dies nur kurz geschieht, kann daraus für andere Menschen ein echtes Hindernis werden. Wer mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen oder Gehhilfe unterwegs ist, kann solche Stellen oft nicht einfach umgehen. Aus einem abgestellten Fahrrad wird dann schnell eine Barriere, die den Weg erheblich beeinträchtigt.

Auch die Stadtverwaltung weist bereits auf dieses Thema hin. Auf der Domplatte machen Fußmatten darauf aufmerksam, dass Fahrräder nicht auf dem Gehweg abgestellt werden dürfen. Sie sollen daran erinnern, dass freigehaltene Wege eine wichtige Voraussetzung dafür sind, dass alle Menschen sicher und selbstständig unterwegs sein können.

Die Barriere-Hänger sollen nicht anklagen, sondern Aufmerksamkeit schaffen. Sie machen deutlich: Hier gibt es eine Barriere, die für manche Menschen vielleicht kaum auffällt, für andere aber ein echtes Hindernis darstellt. Ziel ist es, den Blick für solche Situationen zu schärfen und ins Gespräch darüber zu kommen, wie Billerbeck Schritt für Schritt barriereärmer werden kann.

„Viele Barrieren entstehen nicht mit Absicht. Aber sie wirken trotzdem. Ein Fahrrad auf einem Gehweg, ein Auto auf einer abgesenkten Bordsteinkante oder ein zugestellter Zugang können für Menschen mit Einschränkungen bedeuten, dass sie ihren Weg nicht selbstständig fortsetzen können“, erklärt Susanne Pölling vom Netzwerk Inklusion.

Die Aktion orientiert sich an der Kampagne „Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht“ des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik. Hintergrund ist Artikel 9 der UN-Behindertenrechtskonvention, der Zugänglichkeit und den Abbau von Barrieren als wichtige Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe beschreibt.

Das Netzwerk Inklusion Billerbeck setzt sich dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die neue Aktion soll dazu beitragen, alltägliche Hindernisse sichtbarer zu machen und gemeinsam Lösungen anzustoßen.

Wer sich für die Arbeit des Netzwerkes interessiert, kann sich gerne bei Susanne Pölling, Tel. 02543 – 7357 oder per Mail: poelling@billerbeck.de melden.

Bilder: Christian Eschhaus / Stadt Billerbeck


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Bild 1:
Mit sogenannten Barriere-Hängern möchte das Netzwerk Inklusion Billerbeck künftig auf alltägliche Hindernisse aufmerksam machen.

Bild 2:
An der Domplatte weist die Stadtverwaltung mit Fußmatten darauf hin, dass Fahrräder nicht auf dem Gehweg abgestellt werden dürfen. Für Menschen mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen oder Gehhilfe können solche Hindernisse den Weg erheblich erschweren.