Freibad wird Schritt für Schritt barrierefreier

Veröffentlicht am: 05.06.2026
20260518_Freibad_NW_Inklusion_27690© Christian Eschhaus / Stadt Billerbeck
Wie gut ist das Freibad Billerbeck für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Dieser Frage ist das Netzwerk Inklusion gemeinsam mit Vertretenden der Stadt Billerbeck und Freibadleiter Adi Bautsch bei einem gemeinsamen Rundgang nachgegangen. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem der Beckenlift, mit dem Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sicher ins Wasser gelangen können.

Der Lift ist bereits seit 2010 im Freibad im Einsatz. Innerhalb von rund drei Minuten kann das System aufgebaut werden und ermöglicht einen barrierearmen Zugang zum Schwimmerbecken. Dabei gibt es unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten.

„Besuchende im Rollstuhl können sich selbstständig auf den Sitz umsetzen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Personen direkt in den Lift zu heben“, erläutert Freibadleiter Adi Bautsch. Das System könne zudem auch im Kinderbereich eingesetzt werden.

Rüdiger Werner vom Netzwerk Inklusion testete den Beckenlift vor Ort selbst. Sein Fazit fiel positiv aus: „Eine ganz erfreuliche Errungenschaft, aber ein bisschen ungewohnt, so frei zu baumeln. Toll ist es, dass seit dem ersten Rundgang im Sommer vergangenen Jahres viel umgesetzt wurde.“ Gleichzeitig lobte er den konstruktiven und fruchtbaren Austausch mit der Stadt Billerbeck.

Tatsächlich hat sich rund um das Freibad in den vergangenen Monaten einiges getan. Wie Neele Laukamp von der Stadt Billerbeck erläuterte, wurde das Gefälle der Rampe am Freibadeingang angepasst. Außerdem wurden ein Handlauf am Bistro sowie eine Rampe zu den Außentischen installiert. Zusätzlich ist die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes vorgesehen.

Auch weitere Bereiche des Freibades wurden verbessert. „Das Behinderten-WC, die Dusche und die Sammelumkleide sind barrierefrei erreichbar. Zudem wurden die Übergänge zur Liegewiese weiter aufgefüllt“, berichtet Susanne Pölling vom Netzwerk Inklusion.

Der regelmäßige Austausch zwischen Netzwerk Inklusion, Freibadteam und Stadtverwaltung soll auch künftig fortgesetzt werden. „Wir sind weiter am Ball, Barrierefreiheit mitzudenken und bestehende Angebote weiter zu verbessern“, sagt Susanne Pölling.

Der gemeinsame Rundgang machte deutlich: Barrierefreiheit ist kein abgeschlossener Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Mit den bereits umgesetzten Maßnahmen und den geplanten Verbesserungen soll das Freibad Billerbeck für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar sein.

Bild: Christian Eschhaus / Stadt Billerbeck
Bildunterschrift: Der Beckenlift ermöglicht Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen barrierearmen Zugang zum Wasser. Bei einem gemeinsamen Rundgang informierten sich Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks Inklusion gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Freibadteam über bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Freibad Billerbeck. Von links: Rüdiger Werner (Netzwerk Inklusion), Badeleiter Adi Bautsch, Susanne Pölling und vorne Karin Menke (Netzwerk Inklusion), Neele Laukamp (Stadt Billerbeck) sowie Marion Dirks (Netzwerk Inklusion).