Billerbeck erinnert an den 20. Juli 1944

Veröffentlicht am: 20.07.2026
11 Kachel© Christian Eschhaus / Stadt Billerbeck
Die Stadt Billerbeck erinnert am heutigen 20. Juli an das Attentat auf Adolf Hitler im Jahr 1944 und an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Vor dem Rathaus sind aus diesem Anlass die Bundes- und Landesfahne gehisst.

Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler durch ein Attentat zu töten und das nationalsozialistische Regime zu stürzen. Der Versuch scheiterte. Viele Beteiligte des militärischen und zivilen Widerstands wurden noch am selben Tag oder in den folgenden Wochen verhaftet, verurteilt und hingerichtet.

Der 20. Juli steht deshalb bis heute für den Mut von Menschen, die sich unter größter persönlicher Gefahr gegen die nationalsozialistische Diktatur gestellt haben. Ihr Handeln erinnert daran, wie wichtig Verantwortung, Gewissen und Zivilcourage für eine demokratische Gesellschaft sind.

„Der 20. Juli erinnert uns daran, dass Mut, Gewissen und Verantwortung keine abstrakten Begriffe sind. Menschen haben damals unter größter Gefahr Haltung gezeigt. Auch in unserer Region ist dieser Mut eng mit der Erinnerung an Clemens August Graf von Galen verbunden, der als Bischof von Münster öffentlich gegen Unrecht des nationalsozialistischen Regimes seine Stimme erhoben hat. Dieses Gedenken mahnt uns, Demokratie, Freiheit und Menschenwürde zu schützen“, sagt Bürgermeister Marco Lennertz.

Clemens August Graf von Galen, der spätere Kardinal und damalige Bischof von Münster, gehört zu den bekannten Stimmen des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Besonders seine Predigten im Jahr 1941, in denen er unter anderem die Tötung kranker und behinderter Menschen anprangerte, stehen bis heute für Gewissensmut und öffentliches Eintreten gegen staatliches Unrecht.

Mit der Beflaggung setzt die Stadt Billerbeck ein sichtbares Zeichen des Gedenkens. Gleichzeitig macht der Tag deutlich, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind. Sie leben davon, dass Menschen für sie eintreten und Verantwortung übernehmen.