Erneute Ferienfreizeit für Kinder aus der ukrainischen Partnerstadt Malyn geplant

Veröffentlicht am: 02.02.2026
Die Ukraine erlebt aktuell den härtesten Kriegswinter seit Ausbruch des Krieges. Ständige Luftalarme und wiederkehrende Stromabschaltungen prägen den Alltag der Menschen – auch in der ukrainischen Partnerstadt Malyn. Umso wichtiger ist es, den Kindern erneut eine Auszeit vom Krieg zu ermöglichen und den Menschen vor Ort ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität zu senden.

Vom 19. Juli bis zum 2. August soll auch in diesem Jahr wieder eine Ferienfreizeit für Kinder aus Malyn stattfinden. Ziel ist es, den Kindern für zwei Wochen Sicherheit, Normalität und eine unbeschwerte Zeit fernab des Kriegsalltags zu schenken.

Für die Durchführung der Ferienfreizeit werden erneut Gasteltern gesucht, die bereit sind, Kinder aus der Ukraine für diesen Zeitraum aufzunehmen. In der Regel werden zwei Kinder gemeinsam in einer Gastfamilie untergebracht – eine Praxis, die sich in den vergangenen Jahren bewährt hat.

Dabei müssen es nicht zwingend klassische Familien sein. Ausdrücklich eingeladen sind auch Alleinstehende, Paare sowie Rentnerinnen und Rentner, die sich eine Aufnahme vorstellen können.

Alle Interessierten sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. März, um 18:00 Uhr in der Alten Landwirtschaftsschule (Lawi) eingeladen. Dort werden Fragen rund um Organisation, Betreuung und Ablauf der Ferienfreizeit beantwortet.

Parallel dazu bittet die Elterninitiative um Spenden zur Unterstützung der Ferienfreizeit sowie für weitere Hilfstransporte in die Ukraine. Aufgrund der aktuellen Lage liegt der Schwerpunkt derzeit auf der Notstromversorgung, insbesondere auf Notstromaggregaten und sogenannten EcoFlows, die in Malyn dringend benötigt werden.

Ein weiterer Hilfstransport ist für die erste Februarwoche geplant. Da ohnehin ein Transport organisiert wird, sollen auch die aktuell noch in Münster gelagerten Hilfsmittel mit einem LKW in die Ukraine gebracht werden. Die federführende Organisation übernimmt erneut Jörg Janik.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass unser Organisationsteam in den vergangenen Jahren gewachsen ist und inzwischen auch von ukrainischen Geflüchteten unterstützt wird. Diese Zusammenarbeit ist eine große Bereicherung – fachlich wie menschlich“, erklärt Marco Lennertz, der sich bereits lange vor seiner Wahl zum Bürgermeister im Organisationsteam der Ferienfreizeit engagiert hat und dieses weiterhin aktiv unterstützt.
„Aufgrund der aktuellen Situation ist Eile geboten, sodass wir spätestens in der ersten Februarwoche starten wollen“, ergänzt er.

Auch Hansi Wilkens von der Elterninitiative zeigt sich dankbar:
„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine Ferienfreizeit für unsere 

ukrainischen Gastkinder ausrichten dürfen. Für die Kinder bedeutet diese Zeit eine wichtige Auszeit vom Krieg.“

Große Dankbarkeit kommt auch aus Malyn. Oleksandr Sytailo, Bürgermeister der Stadt Malyn, betont:
„Alle Kinder hier leben und lernen unter Kriegsbedingungen. Das hat schwerwiegende Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Jedes Jahr wählen wir Kinder von Militärangehörigen, talentierte Kinder sowie Kinder, die dringend um Hilfe bitten. Denn alle Kinder haben die gleichen Wünsche nach Sicherheit und einer unbeschwerten Kindheit. Für die kontinuierliche Unterstützung sind wir sehr dankbar.“

Spendenkonto

Evangelische Kirche
Sparkasse Westmünsterland
IBAN: DE05 4015 4530 0034 5764 88
Stichwort: Malyn-Hilfe

Ansprechpartner

  • Notstromaggregate & EcoFlows:
    Frank Averstegge, Tel. 0173 / 2753798
  • Ferienfreizeit:
    Hansi Wilkens, Tel. 0160 / 94191192

Bild: © Elterninitiative Malyn

Bildunterschrift: Das Organisationsteam der Ferienfreizeit für Kinder aus der ukrainischen Partnerstadt Malyn bereiten gemeinsam die nächste Ferienfreizeit vor.